DIE BERUFSTÄTIGE FRAU IN KINDERLIEDERN
In der DDR waren nahezu alle Frauen berufstätig. Kinder wuchsen mit dem Selbstverständnis auf, daß ihre Mütter tagsüber außer Haus waren und deshalb der Haushalt gemeinschaftlich von allen Familienmitgliedern zu erledigen war.
    ▪    Der kleine Klaus erzählt
1. Meine Mutti ist Abteilungsleiter,
  alle Tage, alle Tage steht sie ihren Mann.
  Nur zu Hause kommt sie gar nicht weiter,
  packe ich im Haushalt nicht mit an.
  Alle: 
  Nur zu Hause kommt sie gar nicht weiter,
  packen wir im Haushalt nicht mit an.
2. Kommt sie müde vom Betrieb nach Hause
  und ich habe, und ich habe nichts für sie gemacht,
  hat sie nicht die allerkleinste Pause,
  uns sie plagt sich weiter bis zur Nacht.
  Alle:
  …hat sie nicht die allerkleinste Pause,
  und sie plagt sich weiter bis zur Nacht.
3. Habe ich dann manchmal eine Frage,
  meine Mutti, meine Mutti, die ist nämlich klug,
  ist ihr jede Antwort eine Plage,
  und sie sagt: “Sei still, ich hab genug!”
  Alle:
  …ist ihr jede Antwort eine Plage,
  und sie sagt: “Sei still, ich hab genug!” 
4. Lauf’ ich aber, selber einzukaufen,
  und der Abwasch, und der Abwasch türmt sich nicht mehr so,
  braucht die Mutti nicht herumzulaufen,
  und sie ist am Abend richtig froh.
  Alle:
  …braucht die Mutti nicht herumzulaufen,
  und sie ist am Abend richtig froh.
5. Deshalb mach ich ihr die Arbeit leichter,
  und ich spiele erst, ich spiele erst, wenn alles blitzt,
  denn dann hab ich mehr von meiner Mutti,
  und ich habe ihr und mir genützt.
  Alle:
  …und wir haben mehr von unsrer Mutti,
  und wir haben ihr und uns genützt.
Worte: Heinz Kahlau
Weise: Hans Naumilkat
http://www.ddr-geschichte.de/GESELLSCHAFT/Frauen/frauen.php

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